Coto de Doñana Nationalpark

Coto de Doñana Nationalpark

Der Nationalpark Coto de Doñana wird auch auch Parque Nacional de Doñana genannt und befindet sich an der Costa de la Luz in Andalusien in Südspanien.

Der Nationalpark ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet mit einer flachen, immer wieder überschwemmten Landschaft. Flora und Fauna sind im Coto de Doñana einzigartig und sehr vielfältig. Es gibt Vögelarten wie Kormorane, Säugetiere wie den Pardelluchs oder andalusiche Pferde, und vieles vieles mehr!

Der Zutritt zum Nationalpark ist nur nach Voranmeldung für Besucher gestattet. Von der Station El Acebuche gibt es die Möglichkeit, eine geführte Unimog-Tour durch den Park zu buchen. Diese kann man vor Ort buchen oder vorher im Internet, was ich empfehlen würde.

Die Tour durch den Nationalpark mit dem Unimog dauert ca. 4h und kostet 29,50 € (Stand 2014), in die meisten Bereiche kommt man nur im Rahmen der Tour.

Von der Nationalparkstation gibt es aber auch ein paar kleine Wanderwege.

Natürlich kann man es kritisieren, mit einem Unimog durch den Nationalpark zu fahren. Andererseits fahren so keine Touristen selber durch den Park und es werden nur gewisse Bereiche betreten und andere halt geschützt. Die Tiere kannten die Fahrzeuge und liefen nicht weg. Sie nahmen nur etwas Abstand. Vom Fahrzeug aus konnte man sie gut beobachten und fotografieren. Ein paar Mal hielt der Unimog an und man durfte aussteigen.

Die Landschaft ist sehr vielfältig, es geht teils am Strand lang und auch durch bewaldete Landschaft. Es ist schön ruhig und außer dem bzw. den Fahrzeugen und ein paar Rangern ist niemand unterwegs. (Ganz ungewohnt, wenn man z.B. an die Nationalparks in den USA denkt.)

Da ich sehr an den spanischen Wildpferden und Andalusiern interessiert bin kommen hier noch ein paar Infos zu den wunderschönen Spaniern, die ich im Nationalpark von den Rangern bekam: In diesem Nationalpark gibt es Wildpferde seit über 500 Jahren, der Bestand wird vom Nationalpark kontrolliert. Die Wildpferde im Doñana Nationalpark werden am 26.6. jährlich von vielen Reitern zusammengetrieben bzw. eingefangen, von dort aus in den Ort El Rocio, der am Nationalpark liegt. In El Rocio werden alle zusammengetrieben, ein riesen Spektakel, es geht weiter bis Almonte (alle zusammen). Das Ganze nennt sich „Saca de las Yeguas“. Dann werden die Pferde sortiert, jedes Pferd hat einen Besitzer. Am 27./ 28.6. erhalten alle Pferde einen Brand und einen Mikrochip. Nach dem Sortieren wird ein Teil der Pferde zu einreiten/ zum Verkauf ausgewählt und der andere Teil darf wieder in den Nationalpark zurückkehren. Im Nationalpark gibt es keine Andalusier, die Pferde, die dort geboren sind, sind Marismenos (alle Pferde haben den „A“ Brand + Mikrochip) Ein Andalusier könnte in dem Marschland nicht überleben. Es gibt Farmer, die ihre Pferde ein paar Monate dort laufen lassen und wild leben lassen, sie werden dann zusammen mit den Pferden in El Rocio wieder eingefangen. Wer selber einen Spanier aus der Gegend besitzt und an der Herkunft interessiert ist, kann sich im “Botafuegos” bei Los Barrios, einem gepflegten Reitstall, nach ihm erkundigen. Man sollte Kopien der Papiere und ein paar Fotos mitbringen und sich dann ein wenig durchfragen. Dieses Reitsportzentrum exportiert die spanischen Pferde und ist einer der Hauptansprechpartner. Natürlich gibt es noch viele weitere.

Im Coto de Donana Nationalpark kann man die freilebenden Wildpferde beobachten.

 

Bericht von 2014