Coyote Gulch

Coyote Gulch

Coyote Gulch via Crack-in-the Wall

Die Coyote Gulch liegt im Grunde nicht im GSENM, sondern in der Glen Canyon NRA, wird aber vom GSENM bzw. HITR Road angefahren. (Ein Schild weist auch darauf hin, es war vorab aber etwas schwierig mit der Planung, da überall immer steht “Coyote Gulch-Glen Canyon NRA” – das ist auch richtig, aber die Anfahrt ist halt vom GSENM her.)

 

Die Coyote Gulch ist recht unbekannt und untouristisch. Man sollte sich auf jeden Fall genug (!!!) Wasser/ isotonische Getränke, (salzige) Snacks/ Lebensmittel mitnehmen. (siehe Beitrag zum GSENM) Es ist ratsam, am Trailhead zu Übernachten, auf Grund des langen Anfahrtswegs. Nur so ist eine Tagestour möglich. Ansonsten ist es auch möglich, in der Coyote Gulch zu campen, dann ist die Tour weniger anstrengend. Dazu am Trailhead die Permit ausfüllen (Stand 2016).

Um zur Coyote Gulch zu gelangen, gibt es 4 Trailheads

  • Red Well (an der HITRR)
  • Hurricane Wash (an der HITRR)
  • Water Tanks (an der Fortymile Ridge Road)
  • “Crack in the Wall-Trailhead (am Ende der Fortymile Ridge Road)

Der Beste/ Einfachste Weg führt über den Crack-in-the Wall (einen Felsspalt) in die Coyote Gulch. Im Folgenden ist dieser Weg beschrieben.

Möchte man bis zum Jacob Hamblin Arch, sollte man das Auto lieber an dem Trailhead “Water Tanks” parken und dann zu Beginn zu dem Crack-in-the-Wall Trailhead gehen, da man nach der Klettertour dort sicher erschöpft ist. (Dieses Wort “Water Tanks” habe ich überall vorher gelesen und wusste damit kaum etwas anzufangen –> an der Straße erscheinen auf einmal zwei riesige grüne Behältnisse, wahrscheinlich mit Wasser/ keine Ahnung um Funktion und Verwendung, einfach als Wegbeschreibung hinnehmen!)

Um zu diesem Trailhead zu gelangen fährt man ca. 37 Meilen auf der HITRR bis zur Abzweigung Forty Mile Ridge Road.

Diese ist dann noch mal 6-7 Meilen lang und schlechter befahrbar, v.a. letzte 2 Meilen ab ca. den großen grünen Wassertanks sind sehr sandig! evtl. vorher das Auto vorher parken und auf keinen Fall hier im Sand versenken! Von daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, das Auto an den Water Tanks zu parken.

Eine Permit ist auszufüllen am Trailhead (vorher noch mal nachfragen im Visitor Center), diese ist aber eigentlich nur für overnight camping nötig! Campen ist nur gestattet außerhalb der Trailheads (laut Visitor Center „because of human waste“). Stand 2017

Evtl. sinnvoll ist es, ein Seil zum abseilen der Ausrüstung (ca. 10 m) mitzuführen. Damit könnte man kurz vor dem Crack-in-the-Wall die Ausrüstung abseilen. Es gibt ein paar Stellen, an denen man das Gepäck dann quasi “stufenweise” abseilen kann. Wir hatten wenig Gepäck und haben uns dann so “durchgequetscht”, das ging auch.

Hinter dem Schild mit den Camping Permits beginnt der Trail.

Es sind ca. 2 Meilen bis zum Overlook bzw. bis Crack-in-the-Wall. Der Weg ist kaum markiert, nur durch ein paar Steinmännchen, davon waren bei uns aber leider viele umgekippt und deshalb schlecht sichtbar, auf dem Rückweg haben wir dann einige wieder aufgestellt.

Mit den GPS-Koordinaten gelangt man zum Overlook am Crack-in-the Wall, von dem man schon einen fantastischen Ausblick hat.

Crack-in-the Wall von weiter weg:

Nun geht es durch den Crack-in-the Wall: ein ca. 50-75m langer Felsspalt, mittig ist ein Stein (dieser muss umklettert werden) insgesamt ok und nicht so schlimm, wie in manchen Videos/ Blogs dargestellt wurde. Auch auf Fotos sieht es ein wenig dramatischer aus. Der Stein ist halt ein bisschen blöd, man kann drum rum klettern oder über ihn drüber.

von oben:

von innen:

Nun gelangt man in die Coyote Gulch und blickt bereits auf den Stevens Arch. Dieser ist mit seinen 67 m Spannweite einer der größten Arches in den USA.

Zu ihm runter läuft man die Sanddüne runter bis zum Escalante River. (Diese Düne wieder hochzulaufen würde ich, nach eigener Erfahrung, aber nicht empfehlen!!!)

von dort aus gelangt man zu weiteren Attraktionen:

  • Cliff Arch
  • Coyote Natural Bridge (4,4 Meilen)
  • Jacob Hamblin Arch (6 Meilen)

Man läuft immer entlang des Escalante River bzw. in dem Flussbett, dazu an geeignetes Schuhwerk denken, wie z.B. Wasserschuhe oder ein paar Ersatzschuhe mitnehmen.

Unternimmt man die ganze Wanderung bis zum Jacob Hamblin Arch, gelangt man halt an einem anderen Trailhead wieder raus und muss dann noch ein ganzes Stück zu Fuß zurück zum Auto zurücklegen, dazu ist es evtl. ratsam, das Auto an einem anderen Trailhead zu parken, z.B. Water Tanks, da man sicher erschöpft ist. Insgesamt kommt man dann auf eine Strecke von 8-10 Meilen.

Auch von Hurricane Wash aus ist es möglich zum Jacob Hamblin Arch etc. zu kommen, aber weniger schön und wohl sehr anstrengend und sandig. Red Well als Trailhead ist wohl nicht so schön und der Hike dauert sehr lange.

Unser Trip 2017 ist leider wortwörtlich ins Wasser gefallen aber sicherlich werden wir es demnächst noch einmal wagen, den ganzen Weg bis zum Jacob Hamblin Arch zu gehen. Im Internet findet man immer wieder “Horrorstorys” über die Coyote Gulch, lasst Euch davon bitte nicht verunsichern! Seid vorsichtig und gut vorbereitet und denkt an die GPS-Koordinaten (inkl. Ersatzakku 🙂 ). Die Coyote Gulch ist wunderschön und einmalig!

 

Bericht von 2016